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Preise trennen Spreu vom Weizen

Form, Funktion und Nachhaltigkeit – Produktdesignpreis des Landes Rheinland-Pfalz 2011 verliehen

KOBLENZ/TRIER. Durchdachtes Design ist für viele Produkte der Schlüssel zum Erfolg. Das Land Rheinland-Pfalz fördert gute Gestaltung und zeichnet seit 1994 alle zwei Jahre Designer und Unternehmer mit dem Produktdesignpreis Rheinland-Pfalz aus. Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke verlieh im Rahmen einer Feier im Rheinischen Landesmuseum in Trier die Preise, die eine unabhängige Jury aus 87 Einreichungen ermittelt hatte.

Das Ehepaar Sommer konnte sich über einen der von Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Mitte) verliehenen Produktdesignpreise des Landes Rheinland-Pfalz freuen. Foto: HwK Koblenz

Die Preise trennten die Spreu vom Weizen und sie regten zum Diskurs an. In diesem Sinne dankte die Ministerin den Designern und Unternehmen sowie dem Nachwuchs und ihren engagierten Professoren an Hochschulen in Rheinland-Pfalz, „die die Zeichen der Zeit erkannt haben und auf gute Gestaltung ihrer Produkte als Wettbewerbsvorteil setzen“.

In diesem Jahr konnte Alexander Baden, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HwK) Koblenz, auch einem Handwerksunternehmen aus der Region Mittelrhein gratulieren. Barbara und Gregor Sommer, Inhaber der Tischlerei Sommer aus Breitscheid (Kreis Neuwied) waren mit der „poe.“-Möbelserie erfolgreich. „Hocker, Bank, Stuhl, Tisch – eine proportional und funktional ausgewogene Produktfamilie, in der jedes Teil spielerisch seinen Platz einnimmt, frei von Hierarchien. Die Möbel sind von schlichter Eleganz und erinnern doch gleichzeitig an ländliche Glückseligkeit“, so Karin Bille, Leiterin der Beratungsstelle für Formgebung der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz in Mainz.

Eine Auszeichnung ging an die Schmuckgestalter Claudia Adam und Jörg Stoffel aus Stipshausen für „Voilà“, eine Ringserie aus Altglas. Einem noch jungen Handwerker-Team gelang der „optische und haptische Treffer: Unterschiedliche Flaschenhalssegmente werden intelligent zur Fertigung verschiedener Ringgrößen genutzt. Ringe in großer Farben- und Formenvielfalt, jeder mit samtweichem Innenschliff und einer als Unikat ausgearbeiteten Außenform, sind das Ergebnis“, so Monika Gass, Leiterin des Keramikmuseums Westerwald in Höhr-Grenzhausen.

Der Produktdesign-Preis, der vom Kompetenzzentrum für Gestaltung, Fertigung und Kommunikation der HwK Koblenz koordiniert wird, zeichnet seriell gefertigte Produkte von hoher gestalterischer Qualität aus. Wettbewerbe von dieser Bandbreite bieten die Möglichkeit zum direkten Vergleich von sehr unterschiedlichen Disziplinen. Hier treten Investitionsgüter in direkte Konkurrenz mit handwerklich gefertigten Kleinserien mittelständischer Betriebe. Dabei ist im Handwerk der Produzent oft gleichzeitig Gestalter und Vermarkter. Umso größer sind der Anspruch und die Bedingungslosigkeit, mit der ein Handwerker an sein Produkt herangeht. Er kennt alle Facetten seiner Produktentwicklung, von der ersten Idee bis zur Marktreife.

Insgesamt wurden drei Designpreise und sechs Auszeichnungen sowie zwei Junior-Designpreise und zwei Auszeichnungen im Juniordesign vergeben. Bis zum 4. Dezember 2011 sind die ausgezeichneten Objekte im Rheinischen Landesmuseum, Weimarer Allee 1 in Trier, dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr zu sehen.

Infos zum Produktdesignpreis beim Kompetenzzentrum für Gestaltung, Fertigung und Kommunikation der Handwerkskammer Koblenz, Tel. 0261/ 398-582, Fax -586, kompz@hwk-koblenz.de

Stand: Freitag, 25.11.2011, 15:17 Uhr

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Foto: Modell des Pavillon-Projektes für die BUGA 2011
Handwerkskammer Koblenz